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Bilderflut in Ordnung und Übersicht
Gerhard Richter, am 9. Februar 1932 in Dresden geboren, wird aus Anlass seines 80. Geburtstags in diesem Jahr gleich mit mehreren großen Ausstellungen geehrt.
Als Auftakt wurde vergangenen Freitag in Dresden die Präsentation des ATLAS in der Kunsthalle im Lipsiusbau eröffnet. Nicht die Gemälde stehen hier im Zentrum der Betrachtung, sondern eine universell anmutende Sammlung an Bildern, Motiven, Ideen, Gedanken und Skizzen, die Richter ab 1969 aus dem “Wunsch nach Ordnung und Übersicht” heraus kritisch zu sichten und auf Kartons zu gruppieren begann. Seit den 1970er Jahren stellte er ihn wiederholt aus. Bis heute hat der Künstler den ATLAS als “work in progress” immer wieder überarbeitet und ergänzt, so dass diser inzwischen einen Umfang von mehr als 8.000 Einzelmotiven besitzt.
Die Ausstellung des Gerhard Richter Archivs Dresden sowie der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München vermittelt Einblicke in verschiedene Phasen künstlerischer Auseinandersetzung und motivischer Vorlieben, aber auch in Richters persönliche Lebenswelt. Intime Familienmomente, Landschafts- und Blumendarstellungen, pornografische Motive, zeithistorische Schreckensbilder, Zeitungsausschnitte und Skizzen zu Ausstellungsgestaltungen sind gleichwertig nebeneinander angeordnet und machen die beeindruckende, lebendige Kontinuität des Sammelns und Selektierens konkret erfahrbar, die hinter den gleichformatigen Bildtafeln des ATLAS steht.
Längst nicht alles im ATLAS vereinte wurde für Richter zur Grundlage eines seiner Werke. Vielmehr scheinen mit seiner Hilfe auch Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer weiteren Bearbeitung erprobt zu werden oder, wie die Schriftstellerin Julia Franck in ihrer Eröffnungsrede formulierte: “Im Atlas sehe ich Gerhard Richter denken…”.
Gerhard Richter. Atlas
Eine Ausstellung des Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Zusammenarbeit mit dem Lenbachhaus und Kunstbau, München
4. Februar – 22. April 2012, Kunsthalle im Lipsiusbau, Dresden
Claude Lorrain in Frankfurt
Leider sind es nur 13 Gemälde, aber dafür wunderbare Paarungen mit den jeweiligen Gegenstücken, die das Städel Museum noch bis zum 6. Mai zeigt. Transporte sind immer eine Strapaze für die Bilder, daher wollen wir dankbar für das Wenige sein. Außerdem bereitet gerade die National Gallery in London eine Ausstellung vor, „Turner Inspired: In the Light of Claude“ (14. März-5. Juni 2012), so waren Leihanfragen offensichtlich schwierig. Trotzdem: diese Ausstellung ist absolut sehenwert und sei hier empfohlen! Vorallem die hier erstmals vollständig präsentierte Radierungsfolge des Feuerwerks von 1637.
Und wer noch ein paar Tage warten kann, sollte sich auch die Munch-Ausstellung (Schirn 9.2.-13.5.) und George Condo (ebenfalls in der Schirn, 22.2.-28.5.12) anschauen.
Sammlungen digital
Schön wäre es ja, wenn alle Museen dieser Welt ihre Sammlungen ins Netz stellen würden, so dass man sich bei Bedarf rasch informieren könnte. So ist denn die Konsultation von Katalogen und Büchern in den meisten Fällen unabdingbar, denn nur wenige Häuser warten auf ihren Webseiten mit ausreichender Information auf – wenn man nicht gleich einen Besuch vor Ort einrichten kann.
Nehmen wir mal die Kunstsammlungen Darmstadt, die jüngst eine Pressemeldung herausgaben, in der sie ihre neue “Internetgalerie” vorstellten. Diese Präsentation (von vorerst 50 der 14.000 Sammlungsstücke) gebe “einen Einblick in die künstlerische Vielfalt, durch die sich die Städtische Kunstsammlung Darmstadt auszeichnet. Die chronologisch gegliederte Galerie zeigt eine Fülle von exzeptionellen Werken aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert, die in ihrer Gesamtheit einen Überblick von der deutschen Kunst der Romantik bis hin zur internationalen Moderne und Gegenwartskunst bieten.” Sie kündigen auch “in naher Zukunft” die Ergänzung durch Kommentare zu den einzelnen Werken an und für Herbst weitere 50 Werke.
Auch das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt hat seine Sammlung anlässlich des 20. Jubiläums des Hauses ins Netz gebracht. Das sind gleich alle 4500 Werke, auch wenn noch nicht alle abgebildet sind, man gewinnt aber doch einen Eindruck von dem, was in den Ausstellungen nie oder selten zu sehen ist und erhält zudem einen Einblick in die Ankaufspolitik unter den jeweiligen Direktoren.
Vorbildlich – und für eine kurze Recherche ausreichend – ist immer noch die Online-Präsentation des Pariser Musée d’Orsay. Doch sicher fallen den Lesern hier noch andere gelungene digitalisierte Sammlungen ein …
„Dit is der sasse[n] speyghel“ – Oldenburger Sachsenspiegel digital
Gestern wurde die Oldenburger Bilderhandschrift des Sachsenspiegels von 1336 (Signatur: CIM I 410) in den Digitalen Sammlungen der Landesbibliothek Oldenburg in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.
Neben den in Dresden, Heidelberg und Wolfenbüttel erhaltenen Codices ist damit nun auch die vierte illuminierte Prachthandschrift des Rechtsbuchs Eikes von Repgow digital verfügbar. Sie ist die textlich umfangreichste und enthält 40 Bildszenen, die in den anderen Exemplaren keine Entsprechungen finden.
Festival de l’histoire de l’art
Andreas Beyer vom Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris macht mich auf folgende hochinteressante Ausschreibung aufmerksam
Ausschreibung
Deutsch-Französisches Treffen von Nachwuchswissenschaftlern (Master 2 und DoktorandInnen) anlässlich des 2. Festival de l’histoire de l’art in Fontainebleau
Vom 1. bis 3. Juni 2012 wird das zweite Festival de l’histoire de l’art in Fontainebleau stattfinden – ausgerichtet vom Institut national d’histoire de l’art Paris und dem französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation.
Das Festival de l’histoire de l’art, das im Schloss Fontainebleau und an zahlreichen anderen Orten der Stadt stattfinden wird, bietet ein vielfältiges Programm (Vorträge und Podiumsdiskussionen, aber auch Filmreihen, Ausstellungen, eine Buchmesse und Lesungen). Es ist sowohl an das Fachpublikum wie auch an Kunstinteressierte schlechthin gerichtet. In diesem Jahr steht das Festival unter dem Thema des „Reisens“ in Kunst, Film und Literatur; das diesjährige Gastland ist Deutschland.
Mit freundlicher Unterstützung der Gerda Henkel-Stiftung ist im Rahmen des Festivals ein deutsch-französisches Treffen von Nachwuchswissenschaftlern des Faches Kunstgeschichte vorgesehen. Französischen und deutschen Studierenden soll dabei die Möglichkeit eröffnet werden, am Angebot des Festivals zu partizipieren und im Dialog mit den Kommilitonen des jeweils anderen Landes die wechselseitige Kenntnis von Inhalten und Methoden der Kunstgeschichte zu vertiefen. Bei exklusiv für die Teilnehmer ausgerichteten morgendlichen Seminaren werden ausgesuchte Referenten aus beiden Ländern Einblick in die aktuelle Forschung geben.
Für diese Begegnung können sich Nachwuchswissenschaftler (Master / DoktorandInnen) bewerben. Die Nähe ihrer Forschungen zum diesjährigen Thema des „Reisens“ oder zum Gastland ist wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig; Französischkenntnisse sind Voraussetzung.
Die Bewerbung (CV und Motivationsschreiben, möglichst in französischer Sprache) schicken Sie bitte auf elektronischem Weg bis zum 15. März 2012 (Betreff: Rencontre franco-allemande) an die folgende Adresse:
festivaldelhistoiredelart@inha.fr.
Unterbringungskosten für drei Nächte sowie Verpflegung und eine Rückerstattung der Reisekosten bis zu 100 Euro werden übernommen.
Wer etwas erreichen will, muss schon etwas tun!
telepolis berichtet heute über eine Initiative, mit der sich eine Gruppe von Wissenschaftlern gegen die preistreiberische Politik des Elsevier -Verlages zur Wehr setzen will. Mit obszön hohen Gewinnen nutzt dieser Verlag seine Stellung aus und treibt das öffentliche Bibliothekswesen in den Ruin. Immerhin haben die Initiatoren verstanden, dass letztlich wir es sind, die diese Praxis beenden können – indem wird diesen und andere Verlage, die ihre Marktmacht auch noch dazu verwenden, vielversprechende open-access-Modelle zu kujonieren, boykottieren. Es stimmt schon, dass hier vor allem Naturwissenschaftler/innen angesprochen sind, weil Elsevier vor allem dort aktiv ist. Aber bei der fachlichen Zugehörigkeit, die auf der Website abgefragt wird, kann man auch “Sonstiges” anklicken.
Aufruf zur Unterstützung der Initiative für ein “Vorbildliches Volontariat”
Der Arbeitskreis Volontariat im Deutschen Museumsbund (DMB) vertritt die Interessen der Volontärinnen und Volontäre an Museen, Gedenkstätten und in der Denkmalpflege in Deutschland. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Empfehlungen des 2009 vom DMB und ICOM Deutschland herausgegebenen “Leitfadens für das wissenschaftliche Volontariat am Museum” und die 1995 und 1999 vom Kulturausschuss der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossenen “Grundsätze für die Beschäftigung von wissenschaftlichen Kräften als Volontäre/ Volontärinnen an Museen” stärker in der deutschen Museumslandschaft bekannt zu machen.
Mit diesem Ziel hat der Arbeitskreis die Initiative Vorbildliches Volontariat ins Leben gerufen. Die in ihr formulierten Empfehlungen sind dem oben genannten “Leitfaden” entnommen. Sie bilden den nötigen Standard, um den wissenschaftlichen Nachwuchs im Museum optimal zu fördern.
Diese Empfehlungen lauten:
- Dem Volontariat liegt eine Art Curriculum zugrunde, in dem die Inhalte des Volontariats formuliert sind. Das Curriculum enthält projektbezogene, selbstständige Tätigkeiten und einen umfassenden Einblick in alle Arbeitsbereiche der betreffenden Einrichtung.
- Dem Volontariat liegt ein Arbeitsvertrag zugrunde, der eine Vollzeitbeschäftigung von grundsätzlich zwei Jahren vorsieht.
- Es gibt eine verantwortliche Wissenschaftlerin/ einen verantwortlichen Wissenschaftler als Ansprechpartner für die Volontärin/ für den Volontär.
- Der Volontärin/ dem Volontär ist ein eigener Arbeitsplatz mit zeitgemäßer Ausstattung zur Verfügung zu stellen.
- Die Teilnahme an Lehrgängen, Fortbildungen und museumsrelevanten Tagungen auf Bundes- und Länderebene ist im Rahmen der Möglichkeiten des Hauses zu gestatten.
- Das Museum bemüht sich, eine Vergütung von der Hälfte des Endgrundgehalts der Entgeltgruppe 13, Stufe 1, des TVöD zu entrichten.
Museumsleitungen, welche die Initiative Vorbildliches Volontariat unterstützen, setzen sich für die Umsetzung dieser Standards ein. Wenn sie selber Volontärinnen oder Volontäre beschäftigen, streben sie ein anhand des “Leitfadens” vorbildlich gestaltetes Volontariat im Rahmen der in Ihrem Haus gegebenen Möglichkeiten an. Die Initiative möchte dazu beitragen, dass faire und vergleichbare Bedingungen für ein Volontariat an Museen gegeben sind.
Eingeladen sind alle Museumsdirektorinnen und -direktoren, -leiterinnen und -leiter den Aufruf zur Unterstützung der Initiative für ein Vorbildliches Volontariat zu unterzeichnen und Vorbild zu werden.
Den Aufruf finden Sie unter:
http://www.museumsbund.de/cms/index.php?id=969
Kontakt:
Corinna Schmidt (AlliiertenMuseum e.V.) und
Tim Urban (Stiftung Deutsches Historisches Museum)
für den Arbeitskreis Volontariat im Deutschen Museumsbund
E-Mail: ak-volontariat@museumsbund.de
Weitere Informationen zum AK Volontariat:
http://www.museumsbund.de/de/fachgruppen_arbeitskreise/volontariat_ak/
Leider ist die Zukunft anders als die Vergangenheit
Vor kurzem veröffentlichte Jim Rakete – was für ein Name! Aber der Name eines bekannten Photographen – in der SZ einen melancholischen Artikel über das Ende von Kodak, das er mit dem Ende der analogen Photographie gleichsetzte. Alles, was er feststellte, kann auf allgemeine Zustimmung treffen – auch auf meine. Aber was hilft’s? Was ich nicht verändern kann, muss ich betreiben! Und nicht immer nur das blockieren, was unvermeidbar ist. Unvermeidbar übrigens in erster Linie, weil im Neuen nicht immer nur der Verlust des Alten liegt, sondern auch neue Qualitäten und neue Chancen!
Roboter im Museum
Seit geraumer Zeit häufen sich die Nachrichtenmeldungen über Neuentwicklungen in der Robotik und die Arbeitsbereiche in denen die neuen humanoiden Maschinen eingesetzt werden könnten: Logistik, Verkehr, Schulunterricht, Kranken- und Altenpflege, sowie auf Messen und in Museen.
Zugegeben – diese Nachricht ist nicht ganz so neu, aber anscheinend noch nicht beachtet? Dabei sollten wir doch darüber nachdenken, was für Auswirkungen diese auf das Angebot in Museen haben könnte.
Man denke etwa an den Roboter Reem H2 von Pal Robotics, der den Besucher durch eine Ausstellung leiten könnte, oder gleich eine komplette Führung anbietet. Dank synthetisierter Stimme kann er, einem Audioguide ähnlich, in Gesprochener Form Informationen über Ausstellung und Exponate vermitteln und mithilfe des Touchscreens lässt sich das ganze noch um eine multimediale Show ergänzen. Info Filme, Vergleichsbilder, Texte und Informationen aus dem Internet können so unmittelbar in der Führung eingebaut werden.
Ein Preis für den Serviceroboter ist auf der Seite von Pal-Robotics noch nicht zu finden…aber durchaus möglich, dass uns in naher Zukunft einer davon begegnet.
Wissenschaftliches Bloggen: Programm
Hier nun endlich das Programm der an gleicher Stelle angekündigten Veranstaltung
Ab 9h00: Empfang der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
9h30 Begrüßung und Einleitung
Prof. Dr. Gudrun Gersmann (DHIP), Prof. Dr. Hubertus Kohle (Institut für Kunstgeschichte, LMU)
I. Wissenschaftsblogs als angewandte Forschung: Wo stehen wir?
Moderation: Dr. Michael Kaiser (Stiftung Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland DGIA)
9h45 Dr. Cornelius Puschmann (Humboldt Universität zu Berlin/Alexander-von-Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft)
Was ist ein Wissenschaftsblog? Form, Funktion und Ökonomie einer emergenten Kommunikationsform
10h15 Dr. Melissa Terras (University College London)
Whispers into the Void: Personal Reflections on Academic Blogging
10h45 Kaffeepause
II. Andere Länder, andere Disziplinen, neue Portale
Moderation: Prof. Dr. Claudine Moulin (Trier Center for Digital Humanities)
11h15 Marc Scheloske (Wissenswerkstatt)
Wege aus der Nische: Was man von erfolgreichen (Natur-)Wissenschaftsblogs lernen kann
11h45 Dr. Aurélien Berra (Universität Paris-Ouest)
News from the Hyposphere. Scholarly Blogging in France
12h15 Dr. Mareike König (DHIP)
de.hypotheses.org – ein Blogportal für die deutschsprachigen Geisteswissenschaften
13h00 Mittagspause
III. Themen, Praxis und Beispiele geisteswissenschaftlicher Blogs
Moderation: Dr. Jürgen Danyel (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
14h00 Ass.Prof. Dr. Eva Pfanzelter (Universität Innsbruck)
Blogging the Holocaust
14h30 Dr. Klaus Graf (RWTH Aachen)
Wissenschaftsbloggen in Archivalia & Co.
15h00 Georgios Chatzoudis (Gerda Henkel Stiftung)
Wissenskommunikation im Netz: Interaktivität als Herausforderung am Beispiel von „L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung“
15h30 Kaffeepause
IV. Ausblicke für die geisteswissenschaftliche Blogosphäre
Moderation: Gregor Horstkemper (BSB München)
16h00 Prof. Dr. Hubertus Kohle (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Open Peer Review: eine Möglichkeit zur Qualitätssicherung bei Wissenschaftsblogs?
16h30 PD Dr. Peter Haber (Universität Basel)
Aufbruch in eine neue Wissenschaftskultur? Wohin treibt die wissenschaftliche Blogosphäre?
17h00 Abschlussdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Hubertus Kohle (Ludwig-Maximilians-Universität München)
17h30 Ende der Veranstaltung
Tagungsort
Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München
Anmeldung
Deutsches Historisches Institut Paris
Frau Inger Brandt ibrandt@dhi-paris.fr
Weitere Informationen: http://redaktionsblog.hypotheses.org
‘Jan Gossart’s Renaissance’
Next up in our CAA Barr Award coverage, a consideration of Man, Myth, and Sensual Pleasures: Jan Gossart’s Renaissance: It delivers 484 pages of catalogue-raisonné detail, scholarship-packed analysis, and long-overdue re-evaluation of this neglected artist. It also overstates its case. Nearly every essay protests Gossart’s low reputation and minimizes his failings. “One of the most innovative and versatile artists working in the sixteenth century”; “the revolutionary nature of his art.” In their foreword, Thomas Campbell and Nicholas Penny compare him with Jan van Eyck, but alas Gossart suffers by this comparison, among others. For every stunning Young Princess (1530) there’s a Holy Family (1510), in which the Christ Child’s arm rests on his mother’s breast as if it were a Barcalounger, or a Virgin and Child (1532), where the boy has apparently impaled his genitals and had half his face transplanted to the other side by an early plastic surgeon. Countless Gossart heads seem to have found themselves on the wrong end of a chunk of falling masonry. Blessedly, the catalogue entries take a more nuanced view of the artist, calling him out on many an awkward patch of paint. Overenthusiasm isn’t such a sin anyway, and I’ll treasure this catalogue for some time to come. Be sure to read Homa Nasab’s interview with curator Maryan Ainsworth in ARTINFO and Andrew Morrall’s take in caa.reviews ($) (“It will become the standard reference work on the artist and the starting point of all future research”).
FONTES 64 erschienen: Cosimo Bartoli und Michelangelo / Cosimo Bartoli and Michelangelo
FONTES 64: Cosimo Bartoli and Michelangelo
FONTES: QUELLEN UND DOKUMENTE ZUR KUNST 1350-1750
FONTES: SOURCES AND DOCUMENTS FOR THE HISTORY OF ART 1350-1750
Herausgegeben von Margaret Daly Davis, Charles Davis, Ulrich Pfisterer, bisher erschienen 64 monographische Nummern
FONTES 64 präsentiert eine Untersuchung der von Cosimo Bartoli verfassten Schriftquellen über das Leben und die Kunst Michelangelo Buonarrotis. Der Florentiner Cosimo Bartoli (1503-1572) war Humanist, Übersetzer, Kunsttheoretiker und Diplomat. Hier werden vor allem Texte aus Bartolis Ragionamenti accademici (Venedig 1567) behandelt. Sie sind vollständig als Volltexte wiedergegeben; hierzu kommen auch andere Texte Bartolis, u.a. aus seinen Briefen an Giorgio Vasari.
Cosimo Bartoli and Michelangelo: A Study of the Sources for Michelangelo by Bartoli bildet Nr. 8 in der FONTES-Reihe: QUELLEN UND DOKUMENTE ZU MICHELANGELO BUONARROTI – E-TEXTE / SOURCES AND DOCUMENTS FOR MICHELANGELO BUONARROTI – E-TEXTS. URL: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2012/1825/
urn:nbn:de:bsz:16-artdok-18257
Folgende Texte wurden schon in dieser Reihe publiziert. Sie stellen die wichtigsten längeren historischen Quellen für die vita Michelangelos dar, mit Ausnahme der beiden von Vasari verfassten Biographien (1550, 1568; die zu einem späteren Zeitpunkt in dieser Edition ergänzt werden). Die von Vasari herausgegebenen Viten sind zudem schon auf einigen Internetseiten (inkl. WIKIPEDIA) zu finden, darunter ist insbesondere die elektronische Ausgabe der Scuola Normale Superiore, Pisa zu nennen: http://biblio.signum.sns.it/cgi-bin/vasari/Vasari-all?code_f=print_page&work=le_vite&volume_n=6&page_n=3 .
QUELLEN UND DOKUMENTE ZU MICHELANGELO BUONARROTI – E-TEXTE /
SOURCES AND DOCUMENTS FOR MICHELANGELO BUONARROTI – E-TEXTS:
Nr. 1. Paolo Giovio: Michaelis Angeli vita (um 1527) (FONTES 12, 2008)
Nr. 2. Giorgio Vasari: “Allo Illustre, e Molto Magnifico M. Alessandro De’ Medici (…)”, Firenze, 6 February 1568, fol. [2]r, in: Vita Del Gran Michelagnolo Buonarroti. Scritta da M. Giorgio Vasari, Scrittore & Architetto Aretino. Con le sue Magnifiche Essequie stategli fatte in Fiorenza. Dall’ Achademia Del Disegno (Florenz 1568) (FONTES 20, 2008)
Nr. 3. Benedetto Varchi: Orazione funerale di Messer Benedetto Varchi fatta, e recitata da lui pubblicamente nell’essequie di Michelagnolo Buonarroti in Firenze nella chiesa di San Lorenzo (Florenz 1564) (FONTES 23, 2008)
Nr. 4. Ascanio Condivi: Vita di Michelagnolo Buonarroti raccolta per Ascanio Condivi da la Ripa Transone (Rom 1553). Teil I: Volltext mit einem Vorwort und Bibliographien (FONTES 34, 2009)
Nr. 5. Anonymus: “Michel Agnolo bonaroti fiorentino“, in: L’additione delle cose più memorabile accadute o fatte per l’universo mondo insino a tutto l’anno MDXXXX. Anhang zu: Giacomo Filippo Foresti da Bergamo, Supplemento delle Croniche del Reverendo Padre Frate Iacopo Philippo da Bergamo dell’ordine degli Heremitani primo autore di quello, novamente revisto, vulgarizato, corretto et emendato con somma diligentia secondo il vero testo Latino della ultima impressione fatta à Parigi (Venedig 1540) (FONTES 35, 2009)
Nr. 6. Two Early Statements about Michelangelo ‘not in Steinmann-Wittkower’. Auszüge aus: Niccolò Franco, Le pistole vulgari di M. Nicolo Franco (Venedig 1539) (FONTES 42, 2009)
Nr. 7. Francesco Sansovino as a detractor of Michelangelo? – An unnoticed biographical profile of Michelangelo between praise and blame. Auszüge aus: Francesco Sansovino, Della Cronica Universale del Mondo (Venedig 1574) (FONTES 43, 2009)
Wichitige Schriftquellen zu Michelangelo befinden sich auch in:
Ulisse Aldrovandi: Tutte le statue antiche, che in Roma in diversi luoghi, e case particolari si veggono, raccolte e descritte per Ulisse Aldroandi, pp. 115-315, in: Lucio Mauro, Le antichità della città di Roma, brevissimamente raccolte da chiunque hà scritto, ò antico, ò moderno; per Lucio Mauro, che hà voluto particolarmente tutti questi luoghi vedere; onde hà corretti molti errori, che ne li altri scrittori di queste Antichità si leggono. Appresso, tutte le Statue antiche, che in Roma in diversi luoghi, e case particolari si veggono, raccolte e descritte per M. Ulisse Aldroandi, opera non fatta piu mai da scrittoralcuno, & in questa quarta impressione ricorretta (Venedig 1562) (FONTES 29, 2009)
Die Reihe QUELLEN UND DOCUMENTE ZU MICHELANGELO BUONARROTI / SOURCES AND DOCUMENTS FOR MICHELANGELO BUONARROTI hat das Ziel, wichtige zeitgenössische und spätere Quellen der Michelangelo-Biografie zu präsentieren, die sein Leben, seine Arbeiten, seine Welt und seine Gedanken beleuchten. Auch werden jene Quellen berücksichtigt, die sich nicht in der Standardbibliographie von Ernst Steinmann and Rudolf Wittkower (Michelangelobibliographie: 1510-1926, Leipzig 1927) und ihren Nachfolgern befinden. Eine intensivere Dokumentation dieser Literatur in elektronischen Volltexten verspricht, dass neue Wege eröffnet werden, um den Künstler und seine kritische Fortuna und Rezeption in jener längeren Zeitspanne zu beurteilen, in der Michelangelo einen der zentralen Schwerpunkte der Kunstliteratur und –theorie bildete. Für die Zukunft sind umfangreichere kritische Einleitungen und Kommentare zu zwei der wichtigsten zeitgenössischen Berichte (Condivi und Varchi, FONTES 3-4) geplant, sowie Einleitungen zu der Internetpräsenz der beiden Viten von Giorgio Vasari (1550, 1568). Zu den weiteren Texten, die vorgestellt werden sollen, gehören diejenigen von Pietro Bembo (1525), Pietro Aretino (1538, 1542, etc.), Michele Tramezzino (1544/1548), Niccolò Martelli (1546), Antonfrancesco Doni (1552), Lucio Fauno (1552), Andrea Palladio (1554), Pierfrancesco Giambullari (1556), Lionardo Salviati (1564) und Vincenzo Danti (1567). Für diese Autoren sind die Volltexte bereits vorbereitet.
FONTES 64: Cosimo Bartoli and Michelangelo
FONTES: SOURCES AND DOCUMENTS FOR THE HISTORY OF ART 1350-1750
FONTES: QUELLEN UND DOKUMENTE ZUR KUNST 1350-1750
Editors: Margaret Daly Davis, Charles Davis, Ulrich Pfisterer; published to date: 64 monographic numbers
FONTES 64 presents a study of the sources for the life and art of Michelangelo Buonarroti written by Cosimo Bartoli (1503-1572), a Florentine humanist, translator, art theorist, and diplomat. Primarily texts from Bartoli’s Ragionamenti accademici (Venezia 1567) are treated. The relevant texts are quoted completely in full-text form, together with other texts taken from Bartoli’s letters to Giorgio Vasari and from other printed works by Bartoli.
Cosimo Bartoli and Michelangelo: A Study of the Sources for Michelangelo by Bartoli constitutes No. 8 in the FONTES series: SOURCES AND DOCUMENTS FOR MICHELANGELO BUONARROTI – E-TEXTS / QUELLEN UND DOKUMENTE ZU MICHELANGELO BUONARROTI – E-TEXTE. URL: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2012/1825/
urn:nbn:de:bsz:16-artdok-18257
The following texts have been previously published in this series. They include the principal longer narrative sources for Michelangelo’s vita, with the exception of Vasari’s biographies of Michelangelo (to be included at a later time). These are found at a number of Internet sites (including WIKIPEDIA). See especially the electronic editions at the Scuola Normale Superiore, Pisa: http://biblio.signum.sns.it/cgi-bin/vasari/Vasari-all?code_f=print_page&work=le_vite&volume_n=6&page_n=3
SOURCES AND DOCUMENTS FOR MICHELANGELO BUONARROTI – E-TEXTS / QUELLEN UND DOKUMENTE ZU MICHELANGELO BUONARROTI – E-TEXTE:
No. 1. Paolo Giovio: Michaelis Angeli vita (circa 1527) (FONTES 12, 2008)
No. 2. Giorgio Vasari: “Allo Illustre, e Molto Magnifico M. Alessandro De’ Medici (…)”, Firenze, 6 February 1568, fol. [2]r, in: Vita Del Gran Michelagnolo Buonarroti. Scritta da M. Giorgio Vasari, Scrittore & Architetto Aretino. Con le sue Magnifiche Essequie stategli fatte in Fiorenza. Dall’ Achademia Del Disegno (Firenze 1568) (FONTES 20, 2008)
No. 3. Benedetto Varchi: Orazione funerale di Messer Benedetto Varchi fatta, e recitata da lui pubblicamente nell’essequie di Michelagnolo Buonarroti in Firenze nella chiesa di San Lorenzo (Firenze 1564) (FONTES 23, 2008)
No. 4. Ascanio Condivi: Vita di Michelagnolo Buonarroti raccolta per Ascanio Condivi da la Ripa Transone (Roma 1553). Part I: Full text with a Foreword and bibliographies (FONTES 34, 2009)
No. 5. Anonymus: “Michel Agnolo bonaroti fiorentino“, in: L’additione delle cose più memorabile accadute o fatte per l’universo mondo insino a tutto l’anno MDXXXX. Appendix to: Giacomo Filippo Foresti da Bergamo, Supplemento delle Croniche del Reverendo Padre Frate Iacopo Philippo da Bergamo dell’ordine degli Heremitani primo autore di quello, novamente revisto, vulgarizato, corretto et emendato con somma diligentia secondo il vero testo Latino della ultima impressione fatta à Parigi (Venezia 1540) (FONTES 35, 2009)
No. 6. Two Early Statements about Michelangelo ‘not in Steinmann-Wittkower’. Auszüge aus: Niccolò Franco, Le pistole vulgari di M. Nicolo Franco (Venezia 1539) (FONTES 42, 2009)
No. 7. Francesco Sansovino as a detractor of Michelangelo? – An unnoticed biographical profile of Michelangelo between praise and blame. Excerpts from: Francesco Sansovino, Della Cronica Universale del Mondo (Venezia 1574) (FONTES 43, 2009)
Important textual sources for Michelangelo are also contained in:
Ulisse Aldrovandi: Tutte le statue antiche, che in Roma in diversi luoghi, e case particolari si veggono, raccolte e descritte per Ulisse Aldroandi, pp. 115-315, in: Lucio Mauro, Le antichità della città di Roma, brevissimamente raccolte da chiunque hà scritto, ò antico, ò moderno; per Lucio Mauro, che hà voluto particolarmente tutti questi luoghi vedere; onde hà corretti molti errori, che ne li altri scrittori di queste Antichità si leggono. Appresso, tutte le Statue antiche, che in Roma in diversi luoghi, e case particolari si veggono, raccolte e descritte per M. Ulisse Aldroandi, opera non fatta piu mai da scrittoralcuno, & in questa quarta impressione ricorretta (Venezia 1562) (FONTES 29, 2009)
The series, SOURCES AND DOCUMENTS FOR MICHELANGELO BUONARROTI / QUELLEN UND DOCUMENTE ZU MICHELANGELO BUONARROTI, aims to present important contemporary sources for Michelangelo’s biography, as well as numerous other early sources for his life, works, world, and thought not listed in the standard Michelangelo bibliography by Ernst Steinmann and Rudolf Wittkower (Michelangelobibliographie: 1510-1926, Leipzig 1927) and its continuations. A fuller documentation of this literature in electronic full-texts promises to open new avenues to assessing the master and his critical fortune and reception over the extended span of time in which Michelangelo constituted a central focus of the literature and theory of art. For the future are planned fuller critical introductions and commentaries to two principal contemporary accounts of the master, Condivi and Varchi (FONTES 3-4), as well as guides to the internet presence of the two ‚vite’ by Giorgio Vasari (1550, 1568) and the addition of other contemporary and early texts. Among the texts to be presented (ones for which the full-texts have already been created) are those by Pietro Bembo (1525), Pietro Aretino (1538, 1542, etc.), Michele Tramezzino (1544/1548), Niccolò Martelli (1546), Antonfrancesco Doni (1552), Lucio Fauno (1552), Andrea Palladio (1554), Pierfrancesco Giambullari (1556), Lionardo Salviati (1564), and Vincenzo Danti (1567).
KUNSTFORM 13 (2012), Nr. 1 erschienen
Ausgabe 13 (2012), Nr. 1 der Rezensionszeitschrift KUNSTFORM auf arthistoricum.net ist am 15. Januar 2012 erschienen.
Lichtkunst oder Wandleuchten
Anfang 2011 gab es einen Erlass, dass künftig Lichtkunstwerke (also Kunstwerke, die mittels Lichtquellen ihre Aussagekraft entwickeln) bloße Wandleuchten sind, und sie daher mit 19 Prozent Mehrwertsteuer zu belegen sind. Bereits für Fotokunst gilt ja schon der höhere Mehrwertsteuersatz von 19 % (für Kunst ist es 7 %). Da wird ein Werk von Gursky gleichgesetzt mit dem Portraitfoto eines Passbildfotografen.
So ging auch diesmal ein Aufschrei durch den Kunsthandel. Gerade erschien in der Zeitung des Deutschen Kulturrats ein Artikel von Birgit Maria Sturm, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Galerien und Kunsthändler, der sich diesem beamtlichen Irrsinn widmet.
Sie fragt: “Ob es eine nachträgliche Strafaktion gegen Künstler sei, die vor nicht allzu langer Zeit massiv gegen die Abschaffung der Glühbirne an und für sich protestiert haben? Wie man herausragenden Künstlern unserer Zeit – Martin Creed, Bill Viola, Olafur Eliasson und vielen anderen – erklären soll, dass ihre Werke allein durch die Nutzung von Lichtquellen steuerlich nicht mehr als Kunstwerke anerkannt werden? Wie es sich mit Kunstobjekten verhält, die aus einem Materialmix bestehen – ob dann anteilmäßig unterschiedliche Mehrwertsteuersätze gelten? Fragen über Fragen – und das Bundesfinanzministerium ist außerstande, sie zu beantworten. In einem Schreiben an den Galeristenverband teilt das BMF lediglich mit, dass für die steuerliche Bewertung ‘die Umstände des Einzelfalls maßgebend’ sind.”
Treffend schreibt sie, dass “der Kunstbegriff der Finanz- und Zollbehörden in vormodernen Zeiten, bei Marmor, Bronze und Öl auf Leinwand stecken geblieben” sei. Dieser Einschätzung kann man nur zustimmen. Ich erinnere mich an eine Situation mit badischen Zollbeamten, die ein über 8 Meter langes Oxidation-Painting von Andy Warhol begutachten sollten. Deren völlige Unkenntnis war zum Haareraufen. Es war gar nicht so einfach, diese vom Kunstwert zu überzeugen. Dabei handelte es sich ja immerhin um ein Werk auf Leinwand.
‘the Problem of Art History’s Black and Indian Subject’
Also in caa.reviews, Katherine Manthorne considers ($) Kirsten Pai Buick’s Child of the Fire: Mary Edmonia Lewis and the Problem of Art History’s Black and Indian Subject:
[This book is Buick's] anticipated full-length examination of this sculptor’s career. It is a thoughtful, groundbreaking study that should be a must-read for anyone interested in art of the United States and in a nuanced treatment of race, ethnicity, and gender. Buick’s book challenges late twentieth-century identity politics of current art history that maddeningly continue to insist that black or Native American or women artists reproduce their race and gender in their work … Buick situates her subject within the culture that shaped and instructed her in the cultures of “True Womanhood” and of “Sentiment.” But most of all, she reinserts her into the context of nineteenth-century American art, devoid of any hyphenated qualifier….
Contained within Buick’s reinterpretation of Lewis is a critique of, or at least a dialogue with, the field of art history itself … This is something that is definitely missing these days; the lively debates and disputes that used to pepper conferences and Letters to the Editors are now replaced with more politically correct and neutral comments … I find this willingness to take on one’s predecessors a refreshing breath of fresh air. Art historians need to recapture some of this give and take, as we shape the field for a new century and a new generation of scholars.
As The Romans Did
Caa.reviews offers a welcome if belated review ($) of Peter Stewart’s 2008 book The Social History of Roman Art. Brenda Longfellow writes:
In an innovative twist, Peter Stewart embeds a summary of social-historical scholarship into his book on the functions and reception of Roman art … Each chapter focuses on a theme that has received much scholarly attention: artists and workshops, domestic and funerary art, portraiture, political and religious art, and art produced in the provinces…. Stewart advocates focusing on the immediate context of art produced in the provinces and points out that imagery does not always travel from the center to the periphery. New styles, whether found in the provinces or introduced during later time periods, indicate different aesthetic tastes, expectations, purposes, and modes of viewing and should be judged on their own terms, not as failures to meet earlier standards or standards in other parts of the empire…. Accessible to advanced students and scholars in related fields, The Social History of Roman Art challenges many long-held assumptions and inspires the reader to consider new avenues of inquiry.
Meanwhile Sheila Dillon has reviewed Jane Fejfer’s Roman Portraits in Context, also from 2008:
[P]ortrait statues and busts were arguably one of the most important and prominent forms of Roman public art and played a crucial role in constructing and communicating Roman social and political identity. Fejfer’s aim is to focus on the reconstruction of the socio-historical and physical contexts of portraits, rather than on more traditional scholarly concerns of portrait typology, chronology, and stylistic development, although these topics are dealt with as well … Fejfer has assimilated and summarizes a tremendous amount of secondary literature; while this avalanche of data can sometimes overwhelm the reader, there is a great deal here that is new and interesting. Even those whose research specialization is Roman portraiture will learn a lot from Fejfer’s book…. The material is endlessly fascinating and visually engaging, and the many new and provocative observations and interpretations contained in this study should provide fruitful avenues for research in Roman—and Greek—portraiture for many years to come.
Book Review: Man Ray, African Art, and the Modernist Lens.
Wendy A. Grossman. Man Ray, African Art, and the Modernist Lens. Washington DC: International Art and Artists, 2009. 184 pp.; 23 color ills.; 259 b/w. $39.95
Wendy A. Grossman’s thoroughly researched and lucidly written exhibition catalog Man Ray, African Art, and the Modernist Lens effectively reveals the process “by which African objects, formerly considered ethnographic specimens, came to be perceived as Modern art in the West” (XII). Photography and Man Ray are both at the center of this process, and given the wide range of interest which converges in the catalog, it will be of great interest to a variety of readers. At the core of the catalog is the argument that the photographs by Man Ray and other photographers of African art objects from the early twentieth century are anything but neutral. Grossman demonstrates that these photographs, in fact, not only serve to elevate the objects photographed from the status of ethnographic artifact to art object, but also to incorporate elements of those objects into the aesthetic and conceptual discourses of Modernism.
One of the most impressive aspects of the catalog is the way in which it is positioned to appeal to a spectrum of readers. For scholars of Man Ray or Modernist Primitivism it is required reading, offering exciting new research into little-explored aspects of these fields. For students of these topics or those with casual interest, Grossman provides concise contextual histories near the beginnings of most chapters which serve to ground the reader in the topic at hand. Several sidebars serve to illuminate aspects of the project not directly explored in the text proper, such as Charles Sheeler’s photographic album of the John Quinn collection, and Man Ray’s cover image for Henry Crowder’s book Henri Music which featured a photomontage of African objects. A “Concordance of African Objects” follows main text, providing substantial context on the African objects themselves and adding yet another dimension to the catalog.
The catalog is organized thematically and largely chronologically, with the first two chapters discussing the relationships between American modernism and African art, and the context for Man Ray’s interest in “primitivism” in his early career. In the following chapters, specific episodes of Man Ray’s work involving African art are discussed in detail. Underlying much of Grossman’s analysis is the contention that the production of meaning in Man Ray’s photographs is based more on their context than any other factor. Given that Man Ray’s work was visible in such a variety of contexts, and to a variety of audiences, this important point is often absent in analyses of his photographs, as Grossman points out.
In her final chapter, Grossman discusses several of Man Ray’s fashion photographs that contain African objects. Here she makes a compelling case for Man Ray’s work as a vital link between the Modernist Primitivism of the avant-garde and trends in fashion and illustration that make use of African art. Others have noted that this final chapter is perhaps less resolved than the others, and may seem a surprising choice with which to end the catalog[1]. I however tend to agree with some that Grossman’s last chapter effectively opens up the topic to further investigation either by Grossman or another scholar.[2]
[1] Rebecca Keegan. “Wendy Grossman, ‘Man Ray, African Art, and the Modernist Lens’”. H-Net Reviews. April 2010. Web. 17 December 2011.
[2] Elizabeth Harney, “Wendy A Grossman, ‘Man Ray, African Art, and the Modernist Lens’; Maureen Murray, ‘De l’imaginaire au museé: Les arts d’Afrique à Paris et à New York (1931-2006)’; Peter Stepan, ‘Picasso’s Collection of African and Oceanic Art’”. The Art Bulletin. Vol XCIII, no. 3. Sep 2011, 381.
Leonardos verschollenes Meisterwerk im Palazzo Vecchio in Florenz
„Die Inschrift “Suche und du wirst finden” („cerca, trova“) auf einem Fresko im Palazzo Vecchio in Florenz ist für Kunstexperten schon lange ein entscheidender Hinweis, dass sich hinter seinen Mauern ein Meisterwerk von Da Vinci befindet. Jetzt soll ernsthaft mit der Suche begonnen werden.“ So berichtete DER SPIEGEL am 22.03.2007. Jetzt ist es so weit. Die gestrige Ausgabe des SPIEGEL enthält eine zweiseitige Reportage über die Ereignisse in Florenz („Löcher im Palazzo Vecchio; Nr. 2/9.1.12, pp. 126-127). Die Suche nach dem verschollenen Wandgemälde Leonardos (“Die Schlacht von Anghiari”) im Palazzo Vecchio ist ein sehr umstrittenes Unternehmen. Mit einer Petition haben mehr als 500 Kunsthistoriker und Museumfachleute aus aller Welt gefordert, das Projekt sofort zu stoppen. Die Unterzeichner halten es für undenkbar, dass Vasari ein Wandgemälde Leonardos übermalt haben könnte. Die Petition mit Unterzeichnern: http://www.patrimoniosos.it/rsol.php?op=getarticle&id=91798 . Man kann über die Webseite Patriomoniosos.it – „In difesa dei beni culturali e ambentali“: (http://www.patrimoniosos.it/index.php) – das Geschehnis folgen (siehe: Rassegna Stampa, täglich aktualisiert).
2012 Catalogues of the Year
It’s awards season again. CAA’s Alfred H. Barr Jr. and Charles Rufus Morey prizes may not be as ballyhooed as the Oscars but they are coveted by members of the American art history academy. This week I begin examining the finalists for this year’s Barr Award, which is awarded to museum catalogues published between September 1, 2010, and August 31, 2011:
- Maryan W. Ainsworth, Stijn Alsteens, and Nadine M. Orenstein, Man, Myth, and Sensual Pleasures: Jan Gossart’s Renaissance; the Complete Works (New York: Metropolitan Museum of Art, in association with Yale University Press, 2010)
- Suzanne Glover Lindsay, Daphne S. Barbour, and Shelley G. Sturman, Edgar Degas Sculpture (Washington, DC: National Gallery of Art, 2010)
- Elizabeth Morrison and Anne D. Hedeman, Imagining the Past in France: History in Manuscript Painting, 1250–1500 (Los Angeles: J. Paul Getty Museum, 2010)
First up: Imagining the Past in France. If you are feeling sentimental about the fate of the book, in this age of bookstore bankruptcies, digital competition, and limited attention-spans, then take heart. This catalogue will whisk you to an era when the book mattered greatly to its public and received the attentions of top artists. In her introductory essay, Morrison paints a touching portrait of those craftsmen, who struggled to adapt the religious illuminated manuscript to the secular topics increasingly prized by their customers. At first, they amusingly tried to cram complex narratives into drop-caps (“historiated initials”). This had worked with well-known Bible scenes, which can indicated synecdochally, but good luck with the War between Antiochus and Ptolemy.
Four excellent thematic essays follow Morrison’s, then a long series of detailed object entries. I most enjoyed Gabrielle M. Spiegel’s essay, which asks why the aristocratic public demanded secular histories in this moment. She identifies various ideological ends to which history was put, but also finds ways in which books slipped out from underneath and even subverted those ends:
The French aristocracy, no longer able to impose its needs and concerns in the governance of the realm, contributed to the dominant ideology itw own defeated discourse, achieving on a literary level the success that eluded it on the political … It is, perhaps, one of the finer ironies in the history of medieval historiography that the original quest involved in the French aristocracy’s romancing of the past should issue, ultimately, not in an idyll of a lost age but in a new vision of the French nation.
The catalogue is copiously illustrated in color, but the image quality being only average, its greatest strength is its prose, which breaks scholarly ground and addresses the general reader. It is particularly strong on the issue of word-image interaction, which seems increasingly relevant in our age that mixes the two so promiscuously, on- and offline.
[See also this review (pdf) by Mark Cruse, and critic Christopher Knight's review of the exhibition.]
Wissenschaftliches Bloggen
Dass das Bloggen für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen eventuell schädlich sein kann, wurde hier von Lilian Landes schon einmal angesprochen. Und dass speziell in Deutschland zwischen Wissenschaft und Bloggen wenig Berührungspunkte existieren, dürfte auch auf der Hand liegen. Aber zuletzt kommt Bewegung in die Szene. Selbst die ehrwürdige Bayerische Akademie der Wissenschaften wendet sich dem Thema zu, das Programm finden Sie hier. Und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Institut/ Paris organisieren wir eine Tagung zum Thema, die am 9.3.2012 im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft in München stattfinden wird. Das Programm wird nachgeliefert!
