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Einladung: 1. Heidelberger cranach.talk

30 Juli, 2014 - 10:03



Im Zusammenhang mit dem Erscheinen des Werkverzeichnisses  CORPUS CRANACH , mit dem annähernd 3000 Werke dokumentiert und der Forschung zur Verfügung gestellt werden, findet am 22. und 23. 09. 2014 in der Universitätsbibliothek Heidelberg eine öffentliche Gesprächsrunde statt, zu der interessierte Wissenschaftler herzlich eingeladen sind. Neben Vorträgen, die sich unter dem Arbeitstitel  Cranach 2.0  zusammenfassen lassen und die Möglichkeiten von Forschung im Internet beleuchten sollen, wird am 22.09.2014 eine interaktive Einführung in die Arbeitsweise des virtuellen Instituts   www.cranach.net  stattfinden, dem mittlerweile ca. 50 Wissenschaftler angeschlossen sind.


Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung bis 14.09. an
info@cranach-research.de wird gebeten!

 

 

Programm:

1. Tag: 22.09.2014

 

13:00h

Begrüßung

 

13:15h

Maria Effinger (Heidelberg): arthistoricum.net und Cranach

 

14:00h

Andreas Tacke (Trier): Forschen mit cranach.net – Die Cranach d.Ä.-Werkstatt und der Kunstmarkt der Reformationszeit

 

14:45h - 15:00h
Tea-time

 

15:00h - 17:00h

Michael Hofbauer (Heidelberg) und Peter Schmelzle (Bad Wimpfen): Praktische Einführung in die virtuelle Arbeitswelt von www.cranach.net

 

18:00h

Abendessen für die Referenten (weitere Anmeldungen gegen

Kostenbeteiligung möglich unter: info@cranach-research.de )

 

 

2. Tag: 23.09.2014

 

9:15h

Begrüßung

 

9:30h

Nicolai Kemle (Heidelberg): Urheberrechtsfreie Kunstwerke und ihre Abbildung im Kontext mit Schutzrechten

 

10:15h

Mila Horký (Bonn): Die  vergessenen Frauen: Der Frankfurter Sippenaltar von Lucas Cranach d. Ä. als Manifest der dynastischen Familienpolitik der Ernestiner

 

11:00h – 11:15h

Kaffeepause

 

11:15h

Anja Ottilie Ilg (Trier): Cranach der Ältere in Bildern, Literatur und Wissenschaft. Ein Abriss zu einem Dissertationsprojekt

 

12:00h - 13:30h

Gemeinsames Mittagsbuffet (Anmeldung erbeten unter: info@cranach-research.de )

 

13:30h

Claus Grimm (München): Bildvergleiche zum Zweck der Forschung – Vom Diapositiv zum Digitalisat

 

14.15h

Katharina Frank (Stuttgart): „Wer under euch an sund ist der werffe den ersten stein auff si“ – Die Ehebrecherin vor Christus und andere Motivgruppen aus der Cranach-Werkstatt

 

15:00h - 15:15h

Kaffeepause

 

15:15h

Michael Wiemers (Halle/Wittenberg): "Charitas" – Ein Wittenberger Thema

 

15:45h

Verabschiedung

 

Moderation: Nils Büttner (Stuttgart)

 

Tagungsort:

Handschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek Heidelberg ,
Plöck 107-109, 69117 Heidelberg – Unmittelbare Parkmöglichkeiten Parkhaus neben UB
Anfahrwege


Kontakt:
Michael Hofbauer - 06221 650888 - info@cranach-research.de
Maria Effinger - 06221 543561 - effinger@ub.uni-heidelberg.de

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KaufWunsch! Ein neuer Service von arthistoricum.net

27 Juli, 2014 - 23:42

Seit kurzem bietet Ihnen arthistoricum.net mit dem KaufWunsch eine neue und komfortable Möglichkeit, benötigte Fachliteratur, die (noch) nicht im Fachinformationsdienst Kunst nachgewiesen ist, schnell und direkt aus der Recherche heraus zu bestellen. Zwei Bestellwege sind dabei möglich:

 

  1. Sie können Ihre Suche direkt in den Daten lieferbarer Bücher fortsetzen, indem Sie unterhalb der Trefferliste den Link „oder suchen Sie bei unseren Buchhändlern“ nutzen. Die hierbei zu Ihrer Anfrage erstellte Trefferliste wird individuell erzeugt und nicht nach Relevanz gewichtet. Findet sich Ihr
    Wunschtitel darunter, wählen Sie ihn per Klick auf das Warenkorbsymbol aus.

  2. Ist in den Buchhandelsdaten der gewünschte Titel ni cht vorhanden oder bevorzugen Sie ein klassisches Erwerbungsformular mit freier Eingabe-
    möglichkeit, können Sie mit diesem Ihren Bestellwunsch gern direkt an uns senden.
    Das Formular ist jederzeit auch über den Menüpunkt „ Suchen – KaufWunsch “ aufrufbar.

 

Das von Ihnen zum Kauf vorgeschlagene Medium wird gemäß den DFG-Erwerbungsrichtlinien und entsprechend den Sammelschwerpunkten der beiden Betreiberbibliotheken SLUB Dresden und UB Heidelberg von diesen erworben. Für Sie entstehen dabei keine Kosten.

 

Der KaufWunsch ist ein Baustein innerhalb der Arbeitschwerpunkte von arthistoricum.net auf dem Weg zum Fachinformationsdienst Kunst und ein Modul zur Umsetzung einer bedarfsgerechten, nachfrageorientierten Erwerbung. Das hier im Portal integrierte Patron-Driven-Acquisition-Modell für den Printbereich basiert auf dem KaufTipp der SLUB Dresden, der seit dem Wintersemester 2013/2014 in Betrieb ist. Das aktuell noch auf den Bücherpool des Entwicklungspartners beschränkte Titelangebot wird für arthistoricum.net in einem nächsten Schritt um fachspezifische Anbieterdaten ergänzt, damit auch fremdsprachige Medien und schwer erhältliche Titel, zum Beispiel aus dem Ausland, schnell für Ihre wissenschaftliche Forschung zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

Der KaufWunsch in arthistoricum.net ist ein gemeinsames Angebot der SLUB Dresden und der UB Heidelberg im Rahmen der DFG-Förderlinie Fachinformationsdienste für die Wissenschaft . Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie hier im Blog informieren. Mehr zu diesem neuen Service erfahren Sie auch hier und gern persönlich per Mail an redaktion@arthistoricum.net .

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Das ABC vom Kunstkaufhaus

24 Juli, 2014 - 11:45
Das ABC vom Kunstkaufhaus

A #Auswahl #Aktionsartikel
B #bezahlen #bar
C #Center
D #Discounter
E #Einkaufen #Einkaufswagen
F #Fußgängerzone #Filialen
G #Gelegenheit #Geld #Garantie #Gewinnspiel
H #Haushaltsübliche Menge
I #industriell #individuell #Ingolstadt
J #Jugendschutz #jahreszeitlich
K #Künstler #Kassierer/in #Konsum #Kundenkarte # Kunstkaufhaus
L #Lieferanten
M #Markenartikel #Mitarbeiter
N #Normal #Newsletter
O #Öffnungszeiten #Onlineshop
P #Produkte #Preissenkung #Preis-Leistungs-Verhältnis
Q #Quengelzone #Qualität
R #Regionalartikel #Reklamation #Rückgabe
S #Sonderangebot # Saisonartikel #Service
T #Treueprämie #Testergebnisse
U #Überfall #Umtausch
V #Verfügbarkeit #Videoüberwachung
W #Warentest #Warenprobe #Werbung
X -
Y -
Z #Zufall #Zufriedenheit

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Verdoppelung der Welt

23 Juli, 2014 - 17:00
3D-Digitalisierung von Skulpturen im Frankfurter Liebieg-Haus

Die Kunstgeschichte ist eine Reproduktionswissenschaft. Daran ändern auch die zuweilen fetischhaften Beschwörungen der Bedeutung des Originals nichts. Dass die Skulptur im kunstgeschichtlichen Kanon eher ein Schattendasein fristet, dürfte auch mit der Tatsache zu tun haben, dass sie aufgrund ihrer Dreidimensionalität schwer zu reproduzieren ist. Das könnte sich jetzt ändern.

Digitale 3D-Scans gibt es schon seit einigen Jahren. Das Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung, laut eigener Aussage "die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing" hat jetzt für das Frankfurter Liebieg-Haus ein Verfahren entwickelt, das den Scan-Vorgang vereinfacht und perfektioniert. In wenigen Minuten ist eine Plastik durch die Scanstraße bugsiert, dabei werden Dutzende von Aufnahmen gemacht, die das Objekt in seiner Dreidimensionalität und in höchster Auflösung erfassen. Im Zweifel so (meine Vermutung), dass es dann in einem 3D-Drucker so wieder ausgedruckt werden kann, dass über kurz oder lang auch Experten Schwierigkeiten haben werden, das Original von der Reproduktion zu unterscheiden. (Die Revolution, die hier dem Kunstmarkt bevorsteht, ähnelt all den Umstürzen, die von der Digitalisierung auch in anderen Feldern angestoßen werden) Bevor aber Letzteres wahr wird, könnte die Verfahrensweise, die geeignet ist, Skulptur-Digitalisierungen in Massen durchzuführen, vor allem zu dem führen, was ich anfänglich vermutet habe: der Skulptur den Rang in der Kunstgeschichte restituieren, der ihr historisch und ästhetisch zukommt.

 

 

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Eine großartige Veranstaltungsreihe ging zu Ende: Warhol in Frankfurt

21 Juli, 2014 - 14:18

Am letzten Donnerstag, 17. Juli 2014, endete mit einer Podiumsdiskussion eine zweisemestrige Veranstaltungsreihe, die in vielerlei Hinsicht ein dickes Lob verdient. 15 Abendvorträge von internationalen Wissenschaftlern, Autoren und Kritikern erläuterten Aspekte des filmischen Werkes von Andy Warhol unter dem (auch ironisch zu verstehenden) Titel „Easier than Painting“. Daran schloss sich jeweils eine Filmvorführung mit restaurierten Kopien, allesamt Leihgaben aus dem Museum of Modern Art in New York, im 16-mm-Format auf der Kinoleinwand des Frankfurter Filmmuseum s an. Es war eine einmalige Gelegenheit, die Filme in angemessener und guter Projektion zu sehen, denn zu oft werden sie im Ausstellungskontext auf einem Monitor in schlechter Qualität präsentiert. Die Konzentration auf die Filme erneuerte den Blick auf Warhols Schaffen, ist er doch durch die massenhafte Reproduktion von Suppendosen und Marilyns gesättigt und gelangweilt.

 

Die Reihe wurde durch eine Kooperation möglich gemacht, die schon zuvor mit einer Jean-Luc-Godard-Reihe begonnen hatte und ab dem Wintersemester 2014 mit Pasolini weitergeführt wird: die Frankfurter Kunstgeschichte mit Henning Engelke und Regine Prange, das Frankfurter Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft mit Vinzenz Hediger und Marc Siegel sowie das Filmmuseum Frankfurt, namentlich Urs Spoerri, das die Leihgaben besorgte. Die Vorträge hielten u.a. Amy Taubin, Michael Diers, Brigitte Weingart, Juan Suárez, Juliane Rebentisch, Douglas Crimp, Diedrich Diederichsen. "Easier than Painting" war aufgrund der Leihgaben eine teure Veranstaltung, sie war sehr gut besucht, auch wenn sie mit der an die Vorträge und Filme sich anschließenden Diskussionen oft erst spät endete und die Geduld von universitätsfern tätigen Frühaufstehern herausforderte. Die sechsstündige Aufführung von Sleep  (1963) beispielsweise wurde gar zu einem „Event“: Der Film erweiterte sich in den Zuschauerraum, man holte sich Getränke, kam und ging. Das sich stets nur wenig verändernde, flackernde Bild des Schlafenden faszinierte, erhob das genaue Hinsehen zu einer heilsamen Ausweg aus dem permanenten, schnellen Bilderwechsel unserer Tage. In den Resümees, die am Donnerstag von den vier Organisatoren Engelke, Hediger, Prange und Siegel gezogen wurden, erschienen das Mediumspezifische, das Expended Cinema, die amateurhafte Gesamterscheinung/die Thematisierung des Scheiterns, das Narrative vs. das Nichtnarrative, die Offenheit im Hinblick auf die Filmkultur und die Stellungnahme gegen europäische Kunsttraditionen als die Punkte, die im Hinblick auf Warhols filmisches Schaffen weiterzuverfolgen sind.

Eine Interdisziplinarität ist unabdingbar, wenn man sich mit Warhols Filmen beschäftigt. Die Kunstgeschichte hat diesen Teil seines Werkes stets ausgeblendet, was, so hieß es in der abschließenden Podiumsdiskussion, auch in der Abwertung des Films gegenüber der bildenden Kunst, in der weniger kommerziellen Verwertbarkeit von Film generell begründet liegen mag - und sicherlich auch mit den „schmutzigen“ Sujets der Filme angesichts einer allgemeinen Homophobie einhergeht, wie Marc Siegel bemerkte. Die Kunstgeschichte beginnt zu Recht – in Frankfurt ist das Regine Prange zu verdanken – ihre Kompetenzen auf den Film hin zu erweitern.

Die Veranstaltung wird in ein Buch münden, das im nächsten Jahr im Fink Verlag erscheinen soll und die Vorträge mit zusätzlichen Texten einbindet. Auf dem Youtube-Kanal des Deutschen Filminstituts kann man einige der Vorträge nachholen. Idealerweise sollten auch die Filme online sein, aber das wird wohl kaum mit der Marke Warhol und den Rechteinhabern zu machen sein – es widerspräche allerdings auch der einzig adäquaten Präsentationsform: der Großprojektion im Kinosaal.

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Online: Das Lebenswerk des letzten großen Unbekannten der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts

18 Juli, 2014 - 15:27

2013 wurde erstmals das Werk des deutsch-amerikanischen Fotografen Hermann Landshoff (1905 in München -1986 in New York) in einer eindrucksvollen Retrospektive im Münchner Stadtmuseum gewürdigt. Der Katalog zur Ausstellung „Hermann Landshoff – Eine Retrospektive. Photographien 1930-1970“ gibt umfassend Auskunft über Leben und Werk des Fotografen und lädt anhand von 250 ausgewählten Aufnahmen ein zur Neu- bzw. Wiederentdeckung eines der letzten großen Unbekannten der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts. Diese Entdeckungsreise kann jetzt erstmals auch durch das vollständige  Gesamtwerk des Fotografen  erfolgen. Im Archiv der Fotografen der Deutschen Fotothek werden in Kooperation mit der  Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums  nun erstmals alle rund 3.500 Aufnahmen digital präsentiert.

 

Leonora Carrington (sitzend), André Breton, Marcel Duchamp, Max Ernst (von links nach rechts) mit dem Gemälde "Akt am Fenster" des Malers Morris Hirshfield, New York 1942

 

Das Werk umfasst hauptsächlich Mode- und Portraitfotografien, die er seit den 1930er Jahren für Magazine wie Vogue, Harper’s Bazaar, Mademoiselle u.a. aufgenommen hat. Landshoff, aus wohlhabendem musisch geprägten jüdischem Elternhaus stammend, war als Fotograf ein Autodidakt. Er begann seine Laufbahn 1930 als Bildjournalist in München, zuvor war er bereits als Grafiker und Karikaturist erfolgreich gewesen. Die Karriere als Modefotograf begann in Paris, der ersten Station seines Exils, das ihn 1942 nach New York führte, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Landshoffs Fotografien wurden für die internationale Modefotografie wegweisend durch die Einführung dynamischer Kompositionen sowie spontaner Bewegungs- und Alltagssituationen und wurde u.a. von Modefotografen wie Richard Avedon rezipiert. Obwohl Landshoffs Arbeiten während seiner Karriere einen enormen Einfluss besaßen, blieb ihnen eine fotografiegeschichtliche und museale Würdigung bis 2013 versagt, da kaum Werke in öffentlichen Sammlungen vorhanden sind und der Nachlass bis dato nicht ausgestellt und publiziert wurde.

 

Parallel zu den Modeaufnahmen widmete sich Landshoff der Portraitfotografie. Er schuf Portraits von Künstlern, Wissenschaftlern und Fotografen. Sie entstanden vor allem seit 1942 im amerikanischen Exil des Fotografen. Die Portraitierten teilten häufig das Schicksal Landshoffs, der aufgrund seiner jüdischen Abstammung in die Emigration gezwungen wurde. Es entstanden u.a. Aufnahmen von den Physikern  Albert Einstein  und Robert Oppenheimer, von Künstlern wie Max Ernst und Marcel Duchamp, dem Kunstkritiker  Max Osborn  sowie ein in der Fotografiegeschichte einzigartiger Portraitzyklus von rund 70 der bedeutendsten Fotografen der Zeit, darunter  Edward Steichen Walker Evans Ansel Adams Robert Frank Irving Penn  und  Richard Avedon . Es ist das persönliche „Who‘s Who“ von Landshoff, aber objektiv betrachtet hat er die Mehrzahl der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts ins Bild gesetzt.

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Gnade vor Recht – Gestohlene Kreuzigung aus der Cranach-Werkstatt wieder gefunden!

17 Juli, 2014 - 10:24

<article>

Im 19.Jahrhundert hat die Kirchengemeinde St. Trinitatis in Leipzig ein 1546 datiertes Epitaph mit der Darstellung einer Kreuzigung und Stiftern erworben. Dieses galt, seit es im Zweiten Weltkrieg ausgelagert worden war, als verschollen. Bis vor kurzem wurde auf der Internetseite der Propstei Leipzig nach der Tafel gefahndet.

Im Zuge der umfangreichen Recherchen des Cranach Research Institute (cri) nach Werken aus der Cranach-Werkstatt für die Forschungsdatenbank www.cranach.net wurde bereits 2012 auf der Internetseite einer Restauratorin das Werk entdeckt und zugeordnet. So konnte nachvollzogen werden, dass die Tafel wahrscheinlich durch Vermittlung eines Dresdner Restaurators 1996 an die Fachhochschule Köln kam, wo sie durch die damalige Studentin restauriert wurde. Die Hintergründe über die Herkunft schienen dem dort als Professor tätigen Cranach-Spezialisten nicht bekannt gewesen zu sein. Bereits 1989 verließ das Epitaphium ein namhaftes Amsterdamer Auktionshaus für 18.000 NLG. Nachdem die Tafel 1991 im Besitz eines Münchener Kunsthändlers war, stand sie 1996 im Mittelpunkt einer Augsburger Auktion. Von dort ging sie für 70.000 DM in bayerischen Privatbesitz über. Der neue Besitzer stiftete das Bild später einer Benediktinerabtei, wo es sich aktuell noch befindet.

Der rechtliche Eigentümer in Leipzig zeigte sich über die Identifikation des Aufbewahrungsortes des Bildes, nach dem die Propstei so lange gesucht hatte, erfreut, unternahm aber keine weiteren Schritte. Die Suchmeldung im Internet ist mittlerweile gelöscht.

Es erging von klerikaler Seite wohl Gnade vor Recht!</article>

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Zürcher Erklärung zur digitalen Kunstgeschichte

16 Juli, 2014 - 10:46
Eine Initiative des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft

Nicht nur durfte ich bei der Tagung in Zürich einen Vortrag halten, der auch in diesem blog veröffentlicht ist, sondern ich konnte wie viele andere eine Erklärung mitunterzeichnen, die von dem Institut dankenswerterweise herausgebracht wurde. Sie können sie hier finden. Wichtig wäre es, wenn Sie sich den Forderungen selber anschließen könnten und dies auf dieser Seite auch zum Ausdruck bringen würden. 

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Cranach? Wenig spannend bis langweilig!

15 Juli, 2014 - 09:57

Während eines Gesprächs merkte ein Kollege zur Forschung über Cranach an: wenig spannend bis langweilig! Auch den Kunstmarkt scheint in Bezug auf Cranach nur eine Frage zu bewegen: von der Hand des Meisters oder -nur Werkstatt-? Und dennoch reihen sich Ausstellungen und Fachtagungen mit Cranach-Bezug in schöner Regelmäßigkeit aneinander. Was hierbei allerdings mitunter als kunsthistorische Sensation gefeiert wird, scheint dem Kollegen Recht zu geben.

Warum also ein Blog „Cranachforschung“? Die Antwort könnte lauten: weil es einen Stammtisch braucht, an dem auch mal ein offenes Wort gesprochen werden kann, ohne dass es gleich der Verdammnis bestehender Lehrmeinung zum Opfer fällt. Ein Ort, der auch den scheinbar belanglosen Einwurf sowie erneute Fragen zulässt, deren Beantwortung bislang nicht wirklich gelang. Ein Medium beschleunigten wissenschaftlichen Diskurses mit den Mitteln des web 2.0.

– Find’ ich spannend!

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