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POP UP CRANACH

17 September, 2014 - 22:20
Cranach in 120 Sekunden

Cranach kann so einfach sein! Dank den staatlichen Museen zu Berlin!

www.youtube.com/watch

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Digitorial - Neue Formen der Kunstvermittlung

17 September, 2014 - 11:08

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt nimmt ihren Bildungsauftrag ernst! Jetzt kann man sich bereits vorab auf die zu besuchende Ausstellung vorbereiten. Mit dem Digitorial werden multimediale Informationen in Bild, Text und Ton mit entsprechend tiefer gehenden Ebenen geboten. Für das Jahr 2015 planen die drei großen, unter einer Leitung geführten Frankfurter Institutionen Städel, Schirn und Liebieghaus dieses neue Vermittlungsangebot.

Hier das Erste seiner Art für die kommende Ausstellung einer Künstlerin der finnischen Moderne: Helene Schjerfbeck (1862–1946), die anlässlich des Gastlandauftritts Finnlands auf der Frankfurter Buchmesse stattfindet.

http://schirn.de/schjerfbeck/

Ich wünsche mir so etwas auch mehr für die Gegenwartskunst in anderen Häusern. Hoffen wir, dass das Schule macht.

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CORPUS CRANACH als umfangreichstes Werkverzeichnis einer Altmeisterwerkstatt öffentlich zugänglich

11 September, 2014 - 15:26

Mit mehr als 2.500 dokumentierten Werken wird in der Universitätsbibliothek Heidelberg eines der umfangreichsten Werkverzeichnisse der Kunstgeschichte im Internet öffentlich zugänglich gemacht.

1932 publizierten die Kunsthistoriker Max J. Friedländer und Jakob Rosenberg ein Werkverzeichnis der Gemälde aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren und seiner Söhne. Insgesamt sind darin etwa 850 Werke genannt, ohne dass dieser Œuvrekatalog Anspruch auf Vollständigkeit erheben könnte. Trotz einer weit fortgeschrittenen Forschung und zahlreicher neuerer Publikationen ist es bis heute nicht gelungen, ein umfassendes Verzeichnis aller relevanten Werke zusammenzustellen. Gerade ein solches Verzeichnis bildet jedoch die Grundlage für die weitere Erforschung nicht nur der Malerwerkstatt Cranach, sondern auch der Reformations- und Kunstgeschichte, deren Verlauf durch die Cranach-Werkstatt maßgeblich mitgestaltet wurde.


Die über 2.500 heute noch erhaltenen Einzelwerke um den Hofmaler des sächsischen Kurfürsten Friedrichs des Weisen, Lucas Cranach den Älteren, der von 1504 bis 1553 in Wittenberg gewirkt hat, dokumentieren die wohl produktivste und umfangreichste Bildermanufaktur der Renaissance. Berücksichtigt man die beträchtlichen Gemäldeverluste durch Kriege und andere Umstände, so dürfte die Zahl der ursprünglich angefertigten Kunstwerke bei möglicherweise über 5.000 gelegen haben.


Lucas Cranach der Ältere: Das jüngste Gericht, um 1517, Kansas City, Nelson Atkins Museum of Art

Mit der Gründung des virtuellen Forschungs-Instituts www.cranach.net werden seit Herbst 2009 systematisch Daten zum umfangreichen Werk der Cranach-Werkstatt erhoben und ausgewertet. Hierzu dient eine mediawiki-Software, wie sie auch bei Wikipedia zum Einsatz kommt. Auf der Arbeitsplattform können angemeldete Wissenschaftler selbstständig Ergänzungen einpflegen. Durch diese Arbeitsweise beschleunigt sich der wissenschaftliche Diskurs und damit auch der Erkenntnisgewinn erheblich.


Als wissenschaftliches Projekt wird das virtuelle Institut von der Universitätsbibliothek Heidelberg nachhaltig bereitgestellt und gehostet. Begleitet wird das innovative Forschungsprojekt von den Lehrstühlen für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Nils Büttner) und der Universität Trier (Andreas Tacke).


Innerhalb des Instituts cranach.net werden unter Leitung des Heidelberger Kunsthistorikers Michael Hofbauer systematisch gesammelte Daten online archiviert, verknüpft und zu themenbezogenen Werklisten zusammengefasst.


Der vollständige Bestand von über 14.000 erfassten Dokumenten steht aus rechtlichen Gründen nur angemeldeten Nutzern offen, wobei die Anmeldung zur wissenschaftlichen Nutzung unkompliziert und bei Interesse jederzeit möglich ist.


Um die Werklisten auch der Öffentlichkeit und der fachübergreifenden Forschung zur Verfügung zu stellen, wird seit 2010 zeitgleich an der Publikation CORPUS CRANACH gearbeitet. Im Januar 2011 wurden im ersten Band des Werkkorpus bereits 270 Zeichnungen online und in Buchform publiziert.


Porträt des Lucas Cranach d. Ä. aus dem Jahr 1550, Florenz, Uffizien


Mit der Veröffentlichung der Gesamtübersicht von fast 2.400 Gemälden stellt cranach.net nunmehr die wohl umfangreichste Werkmonografie zur Verfügung, die je über einen Altmeister verfasst wurde. Darin sind nicht nur Werke dokumentiert, die dem Meister selbst oder seinen engen Mitarbeitern zugeschrieben werden, sondern auch die Werke von Epigonen oder Fälschern. Auch sind die Werklisten nicht traditionell in der zeitlichen Chronologie ihrer Entstehung gelistet, sondern nach Motiven. Dadurch wird ein direkter Vergleich möglich, der bislang nur ansatzweise in Ausstellungen oder mit aufwändigem Literaturstudium durchgeführt werden konnte.


Ergänzend dazu verfasst die Universitätsbibliothek Heidelberg unter Leitung von Maria Effinger neben einer Cranach-Bibliografie aus rund 1.500 Werken eine online-Ressource mit Cranach-Literatur.


Die Arbeitsweise als digitales Institut und die ergebnisoffene Dokumentation des rasch wachsenden Datenpools setzen neue Maßstäbe nicht nur bei der Bearbeitung von Werkverzeichnissen, sondern weisen auch der sich zunehmend digitalisierenden Kunstgeschichte den Weg in die Zukunft.


Im Rahmen eines öffentlichen Experten-Gesprächs werden am 22. und 23. September unter dem Titel Cranach 2.0 Arbeitsweisen und Inhalte von cranach.net erläutert und diskutiert. Begleitet wird die Fachtagung durch Vorträge von namhaften Wissenschaftlern.


CORPUS CRANACH ist ab sofort online abrufbar unter: http:// www.corpus-cranach.de

Weitere Informationen unter: http://www.arthistoricum.net/themen/portale/cranach-online/

Kontakt

Dr. Michael Hofbauer
Schloss-Wolfsbrunnenweg 48
69118 Heidelberg
E-Mail: info@cranach-research.de

Prof. Dr. Nils Büttner
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte
E-Mail: nils.buettner@abk-stuttgart.de

Dr. Maria Effinger
Universitätsbibliothek Heidelberg
E-Mail: effinger@ub.uni-heidelberg.de

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Internationale Summer School zur (Kunst-)Fälschung vom 14. bis 22. September 2014 an der Universität Heidelberg

8 September, 2014 - 14:48
Internationale Summer School zur (Kunst-)Fälschung vom 14. bis 22. September 2014 an der Universität Heidelberg

Vor dem Hintergrund spektakulärer Fälschungsfälle sowie einer ständig steigenden Zahl gefälschter Artefakte in Museen und auf dem internationalen Kunstmarkt beschäftigen sich Nachwuchswissenschaftler und Experten aus verschiedenen Disziplinen mit einem Thema, das international hohe Aufmerksamkeit erfährt. Veranstalter der Summer School sind das Heidelberg Center for Cultural Heritage und das Institut für Europäische Kunstgeschichte in Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte Ostasiens. In einem öffentlichen Abendvortrag sprechen die Kunsthistoriker Prof. Dr. Henry Keazor und Tina Öcal am 16. September über den Kunstfälscher-Skandal um den Maler Wolfgang Beltracchi.

An der Summer School nehmen knapp 30 junge Forscher aus dem In- und Ausland sowie Experten aus verschiedenen mit dem Thema Kunstfälschung befassten Arbeitsfeldern teil. Die Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Archäologie, Kunstgeschichte, Rechtswissenschaft oder Museologie kommen unter anderem aus Australien, den USA, China, Großbritannien, Serbien und Portugal. „Diese Sommerschule bietet eine einzigartige Gelegenheit, der Komplexität des Phänomens Fälschung insofern gerecht zu werden, als die Vorstellungen davon, was ‚echt‘ und was ‚falsch‘ ist, wo eine legitime und sogar bewunderte Kopie aufhört und wo eine als verwerflich erachtete Fälschung anfängt, kulturell sehr verschieden sind“, erklärt Prof. Keazor, Sprecher des Instituts für Europäische Kunstgeschichte. Der Geschäftsführende Direktor des Heidelberg Center for Cultural Heritage, Prof. Dr. Christian Witschel, hebt in diesem Zusammenhang vor allem die interdisziplinäre Ausrichtung der Summer School hervor.

Zu den Referenten gehört der Archäologe Prof. Dr. Luis Jaime Castillo Butters, der stellvertretender Minister für kulturelles Erbe und Kulturindustrie in Peru ist. Der Experte für die Moche-Kultur seines Landes wird darüber referieren, inwieweit die südamerikanischen Kunstmärkte von Fälschungen betroffen sind und mit welchen Maßnahmen dieser Handel verhindert werden soll. Der Direktor der Abteilung Court Antiques des Palast Museums Peking, Prof. Dr. Shan Guoqiang, spricht zu der Frage, wie sich die Fälschungsrezeptionen in der chinesischen und der westlichen Welt unterscheiden und welche Auswirkungen dies hat. Von seinen Erfahrungen bei der Jagd nach Kunstfälschern berichtet Kriminalhauptkommissar René Allonge: Der Leiter des Dezernats „Kunstdelikte“ beim Landeskriminalamt Berlin ist der führende Ermittler im Beltracchi-Fall. Prof. Dr. Robert Fuchs von der Universität zu Köln, der mit der „Art Gun“ ein Instrument zur schnellen Überprüfung der Echtheit strittiger Gemälde entwickelte, wird weitere neue „Waffen“ im Kampf gegen Kunstfälschungen vorstellen. Mit Dr. Lynn Catterson von der Columbia University in New York konnte eine weitere angesehene Expertin für die Sommerschule gewonnen werden.

Die Summer School „(Art-)Forgery – Cultural, Social, Economic and Juristic Aspects in a Transcultural Perspective“ wird von der VolkswagenStiftung unterstützt.

Der öffentliche Vortrag von Henry Keazor und Tina Öcal trägt den Titel „The Beltracchi Case in and beyond Art History“. Die englischsprachige Veranstaltung findet im Institut für Europäische Kunstgeschichte statt und beginnt um 19.00 Uhr.

Das Programm der Summer School kann eingesehen werden unter:

www.uni-heidelberg.de/md/hcch/images/summerschoolprogram.pdf

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Laien an die Front

4 September, 2014 - 15:47
In England gar kein Problem

Über Your paintings , die englische Initiative, mit der der größte Teil der in öffentlichen englischen Sammlungen befindlichen Kunstwerke auch wirklich öffentlich gemacht werden soll - also über das Internet - habe ich hier schon einmal berichtet . Neu hinzugekommen und ebenfalls Teil der Public catalogue foundation ist jetzt Art Detective . Darin wird die Öffentlichkeit gebeten, den Museumsprofis bei der Deutung von Kunstwerken zu helfen, etwa bei der Identifikation von dargestellten Personen. Das Feld wird in verschiedene historische Epochen eingeteilt und in Gruppen organisiert, die jeweils eine/n Moderator/in haben. So weit ich das überblicke ist die Beteiligung bislang eher zurückhaltend, aber aller Anfang ist eben schwer. Was schon zu lesen ist, scheint in jedem Fall in hohem Maße ernsthaft und durchaus auch hilfreich. Das dürfte unter anderem mit der Tatsache zu tun haben, dass man sich auf der Seite natürlich anmelden muss.

 

Ein solch unverkrampftes Zugehen auf die Öffentlichkeit ist natürlich typisch englisch bzw. angelsächsisch. Ob so etwas auch in Deutschland vorstellbar wäre?

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2 Tage ohne arthistoricum.net

1 September, 2014 - 17:27
Unterbrechung unserer Services am 3. und 4. September 2014

Im Zuge umfassender Erneuerungen im Rechenzentrum und Datennetz der SLUB in Dresden müssen wir am 3. und 4. September 2014 für zwei Tage unsere Services unterbrechen. Es wird jedoch mit Hochdruck daran gearbeitet, arthistoricum.net schnellstmöglich wieder online zur Verfügung zu stellen.

Wir sind spätestens am 5. September wieder für Sie da. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis.

 

Ihr Team von arthistoricum.net

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